Ultimo vez

Nachdem Pia und Ute 10 Jahre lang in Paraguay gearbeitet und ihr Geld verdient haben, nähern sich beide nun der Pensionsgrenze und beschlossen daher vor etwa einem Jahr, ihr Anwesen samt Restaurant und Appartments zu verkaufen. Seit die Flüchtlingskrise Deutschland erfasst hat, haben wir hier in Paraguay eine abgeschwächte Form ebendieser Krise, d.h. seit ca. einem Jahr haben wir über unseren Blog und auch andere Bekannte eine rege Nachfrage von Auswanderungswilligen. Das ist aber eine andere Geschichte und vielleicht einmal einen eigenen Blogeintrag wert.

So war es nicht verwunderlich, dass Pia und Ute innerhalb eines Jahres deutsche Käufer fanden, denen das Pflaster dort drüben zu heiß wird und die in einem ruhigen, stressfreien und warmen Land leben wollen. Letzten Samstag nun war das ultimativ letzte Mal, dass Restaurantbetrieb im „Petit Reina“ war und  so genossen wir ein letztes Mal Pia´s hervorragende Küche samt dazugehörigem Ambiente. Speziell uns wird das sehr fehlen, da wir immer unsere Urlaube dort verbracht haben, sämtliche Appartments, sowie das Haus schon bewohnt haben und uns dort immer wohlgefühlt hatten.

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Auch kulinarisch kamen wir an diesem Samstag nicht zu kurz, Pia hatte noch einmal ein Buffet gezaubert, das keine Wünsche offen ließ.

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Auch für die beiden war es ein Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Sie haben nun endlich mehr Zeit für sich selbst und für Reisen, außerdem sind sie schon mitten im Bau ihres neuen Heims und haben damit schon wieder genug zu tun…

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Privat werden wir uns jetzt wahrscheinlich sogar öfter sehen 😉

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Fußpflege :-)

Vier Beine, an jeder Ecke eins: Das war so ziemlich das Einzige, was Thomas vor 4 Jahren über Pferde wußte. Dann nahm er in Deutschland in Hinsicht auf unsere Auswanderung und dem damals schon festen Willen, sich in Paraguay Pferde anzuschaffen, Reitunterricht. Nachdem Thomas in einer kalten, zugigen Halle hübsch ausstaffiert mit Reithosen, Reitstiefeln und ganz wichtig: Reithelm einige Stunden genommen hatte, verpuffte sein Elan doch merklich 😉 Obwohl es damals nicht der Beginn der großen Reiterliebe war, schafften wir uns hier Pferde an. Mit Jeans und Cowboyhut reitet Thomas seitdem richtig landestypisch in den Sonnenuntergang… 🙂

Unsere ehemaligen Nachbarinnen Pia und Jeanette waren richtige Pferdenärrinnen und sie hatten sich auch schon früher in Deutschland, bzw. in der Schweiz viel mit Pferden gearbeitet. So lernten wir unter anderem von den beiden viel über Fütterung, Pflege und Haltung. Da die Hufe einen großen Teil der Pferdepflege ausmachen, schmieden wir seitdem unsere Eisen selbst 🙂

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Ähhhh, halt! Natürlich brauchen wir hier keine Hufeisen, jedoch regelmäßig Hufwand mit Zange und Feile kürzen müssen wir natürlich auch. Ebenso wird die Sohle und der Hufstrahl kontrolliert und gegebenenfalls mit einem Spezialmesser bearbeitet.

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Da wir keine gelernten Hufschmiede sind, ist unsere Arbeit keinesfalls perfekt, doch da unsere Rösser den ganzen Tag auf der Weide stehen und nur auf Sandwegen geritten werden, sind kleine Abweichungen der Bearbeitung irrelevant. Da es eine schweißtreibende Schweinearbeit ist, kommt wöchentlich nur ein Pferd zur Pediküre, wir sind ja schließlich nicht zum Malochen ausgewandert 🙂

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Café Creativa

Eines der wenigen Dinge, mit denen wir uns hier nie anfreunden werden, ist das paraguayische Brot. Gott sei Dank gibt es in Caacupé seit ca. 2 Jahren das „Café Creativa“.

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Eine junge Österreicherin, Erika, betreibt es und da sie außerdem gelernte Bäckerin ist, ist seitdem unsere Versorgung mit mitteleuropäischen Vollkorn- und Roggenbroten sicher gestellt. Zwar backt Katja den größten Teil unseres Brotes selbst, doch ab und zu ein leckeres Ciabatta oder Nussbrot runden unser Frühstücksbuffet ab.

Mindestens einmal die Woche frühstücken wir dort auch und da das „Creativa“ in ihrem Namen nicht nur obligatorisch ist und Erika´s Angestellte Anna auch ein Händchen für liebevolle und kreative Dekoration hat, ist das Frühstück dort immer wieder ein Genuß.

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Nun hat Katja vor einigen Monaten das Häkeln für sich entdeckt und dank ihrer fundierten deutschen Erzieherinnenausbildung dabei auch schon eine gewisse Professionalität erreicht 🙂 Da häkeln nun ja auch ein wenig kreativ ist und zu Hause langsam der Platz knapp wurde, bot es sich an bei Erika einige Teile zum Verkauf auszulegen. Reich werden wir damit bestimmt nicht, aber erstens haben wir zu Hause wieder mehr Platz 😉 und sollte sich wirklich das ein oder andere verkaufen, hat Katja wenigstens die Ausgaben für ihre Wolle wieder.

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Schön war´s :-)

Wie schon im letzten Blogeintrag geschrieben, waren Thomas´Schwestern die letzten zweieinhalb Wochen hier auf Besuch. Für uns doch überraschend war, dass Elke und Sigrid sich ohne Probleme in unseren ruhigen, ereignislosen Alltag einfügten. Eigentlich war geplant auch die Iguazu-Wasserfälle zu besuchen, doch beschlossen die beiden schon frühzeitig dies auf ein anderes Mal zu verschieben und statt dessen wie man so schön auf Neudeutsch sagt: zu chillen! Kleinere Tagesausflüge standen trotzdem auf dem Programm, so z.B. ein Besuch der Basilika in Caacupé:

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…oder im Artesanal in Tobati, ein Tinglado, in dem unter anderem indianisches Kunsthandwerk ausgestellt und verkauft wird:

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Zu ihrem Leidwesen hatten die beiden nur 2x 23kg Freigepäck, aus diesem Grund waren auch bei unserem anderen Trip in die Töpferstadt Aregua nur kleinere Mitbringsel drin und den Haupteinkauf bestritten wir selbst 😉

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Unsere schweren Tontöpfe mussten die beiden Damen auf dem einstündigen Nachhauseweg auf den Schoß nehmen. Um zu zeigen, dass wir hier nicht hinter dem Mond leben, fuhren wir auch einen Tag nach Asuncion, wo wir das Angenehme mit dem Nützlichen verbanden, zuerst im Ferrex eine Motorsäge kauften, was erwartungsgemäß in eine mehrstündige Aktion ausartete, um danach noch die neue Shopping-Mall „Galeria“ zu besuchen.

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Sogar unser Pferd Mimo hat eine eigene Boutique 🙂 und Sigrid konnte gar nicht fassen, dass es so etwas bei uns gibt, denn ohne zu übertreiben ist diese Mall so groß, dass man das ECE-Center in Karlsruhe darin verstecken könnte 😉 Nun ist diese Zeit auch schon wieder vorbei. Die beiden hatten bei Air Europa gebucht, weil sie befürchteten, dass sie (so wie es uns schon ergangen war) auf einen viel längeren Flug umgebucht  werden würden, aber ätschibätsch, auch Air Europa ist dagegen nicht gefeit. Aus dem ursprünglich geplanten 17-stündigen Heimflug wurde wegen mehrerer Verspätungen und schlechtes Wetter über Frankfurt eine 30-stündige Odyssee.

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Gott sei Dank konnten wir jedoch der heutigen Tagespresse entnehmen, dass ab 18. Dezember 2016 Nonstop-Flüge von Frankfurt und München nach Asuncion angeboten werden. Diese Option werden auch wir ziehen, denn das Theater beim Umsteigen kann man dann ad acta legen. Dann werden bestimmt Sigrid und Elke auch wieder vorbei schauen, denn es hat den beiden bei uns in Paraguay richtig gut gefallen.

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Urlaub auf dem Pferdehof

Thomas´zwei Schwestern, Sigrid und Elke, die zur Zeit bei uns Urlaub machen, sind zwar keine begnadeten Reiterinnen, das tut aber ihrer Freude über die Pferde keinen Abbruch. Damit sie das Ganze von der Pike auf lernen, dürfen sie täglich ausmisten 😉

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Nach dem ersten Ausritt über den Campo stellten die beiden fest, dass sie zwar talentiert sind, ihnen jedoch noch einige grunglegende Fertigkeiten fehlen. Deshalb reaktivierten wir unsere ehemalige Reitlehrerin Vanessa, die den beiden eine Reitstunde und viele Tipps gab.

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Übermorgen werden wir zum Abschluss einen etwas größeren Ausritt machen, dann können die beiden gleich beweisen, dass sie was gelernt haben 🙂

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Loco Alemanes

Im Moment haben wir hier ca. 20° und unser hat Pool 18° Wassertemperatur.Trotzdem ließ es sich Thomas´ Schwester nicht nehmen ein wenig in unserem Pool zu plantschen.

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Wir haben schon beim Zusehen gefroren 🙂 unter 26° Wassertemperatur  geht so was gar nicht. Aber wie gesagt Loco Alemanes

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Besuch aus Deutschland

Nachdem wir jetzt zweieinhalb Jahre hier sind und uns außer unserer jüngsten Tochter Sarah noch niemand besucht hat, rollt jetzt die Besucherwelle an. Im Oktober besucht uns Katja´s Mutter für 2 Wochen und seit vorgestern sind Thomas´2 Schwestern hier.

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Der lange Flug hinterließ eigentlich keine größere Schäden, außer dass Thomas´jüngste Schwester Elke in der ersten Nacht um 3.00 Uhr ausgeschlafen hatte und spontan beschloss in den 18!!!!!!! Grad kalten Pool zu springen. Leider gibt es davon keine Fotos, wir versuchen sie aber nochmals zu überreden, dann gibt´s Bilder, versprochen! 🙂 Da die beiden noch nicht so tranquilo sind wie wir, haben wir sie gleich zum Küchendienst verdonnert.

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Nun werden wir erst mal eine gemütliche Runde zu Pferde drehen, weitere Berichte und Bilder werden in den nächsten Tagen folgen…

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Versorgungsengpass

Als wir vor 6 Jahren das erste Mal hier Urlaub machten, war Käse, Aufschnittwurst oder Vollkornbrot nicht zu haben. Inzwischen gibt es das alles, selbst so exotische Sachen wie Dosenpilze oder Schmand sind fast immer zu haben. Seit 2 Wochen jedoch gibt es im Supermarkt unseres Vertrauens kein Gramm Butter mehr 🙁 Wir bekamen einen Tipp von unseren Bekannten Robert und Birgit, dass man das ganz einfach aus Sahne selbst machen kann. Also kauften wir uns einen Liter Sahne, schlugen sie bis sie fest wurde, dann noch ein bischen mehr und schon hatten wir leckere Butter.

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Sieht zwar aus wie Quarktorte, ist aber Butter 😉

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;-)

Als wir neulich zusammen mit Deutschen und Schweizern in einer gemütlichen Runde saßen, erzählte jemand einen Witz. Dieser Witz ist zwar wie viele andere auch pauschalisierend, trifft jedoch in seiner Kernaussage, wie Paraguay funktioniert:

Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA möchte einen bemannten Flug zum Mars schicken. Deshalb macht sie eine internationale Ausschreibung. Als erstes meldet sich ein Amerikaner, der Aufgrund der Gefährlichkeit der Mission 1.000.000 $ haben möchte. Die NASA sucht weiter und es meldet sich ein Franzose, der erklärt, da er so lange von seiner Frau, den Kindern und der Familie getrennt sei, müsse er 2.000.000$ verlangen. Als letzter schließlich meldet sich ein Paraguayer, der dem Personalchef anbietet, für 3.000.000$ das Ganze zu erledigen. Als der Personalchef sagt, dass dies aber im Verhältnis zu den anderen beiden sehr teuer sei, und was ihn überhaupt bewege, dorthin zu fliegen, antwortete der Paraguayer: „Ich bin ja nicht blöd und riskiere mein Leben da oben, wir machen das anders: 1.000.000$ für dich, 1.000.000$ für mich und für die restliche 1.000.000$ schicken wir den doofen Ami hoch!“

 

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Eine stressige Woche… Teil2

Vor einigen Wochen trafen unsere neuen Nachbarn Ruth und Walter samt ihrem Container ein, und selbiger enthielt für uns fast unbezahlbare Schätze. Als wir nämlich letztes Jahr unseren Ofen anschlossen, mussten wir mangels Alternativen mit hier üblichen selbstgebogenen aus 0,5mm starkem/dünnen Blech vorlieb nehmen. Wie nicht anders zu erwarten hielten die Bleche genau das, was sie versprachen, nämlich äähhh… nix. Ruth und Walter hatten nun in Deutschland gekaufte 2mm starke Ofenrohre und eine Dachdurchführung mitgebracht. Da hier der Winter ansteht und wir mit Tagestemperaturen mit eiskalten 15 Grad rechnen 😉 musste das Ganze schnell verbaut werden. Was in Deutschland einen Rattenschwanz, Dachdecker, Schornsteinfeger, usw. nach sich gezogen hätte, erledigte Ruben mit einem Helfer an einem Vormittag.

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Ein wenig skeptisch waren wir ob dieser paraguayisch-deutsche Mischmasch auch funktionieren und dicht sein würde, doch nach dem ersten kräftigen Regen und der ersten Nutzung des Ofens können wir sagen: Dicht und heizt!!!

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Da wir heute hier typisch deutsches Wetter, 20 Grad, Nieselregen und Nebel haben, sägten wir heute morgen schon Holz und werden den Nachmittag mit einem guten Buch und einer Tasse Tee vor dem Ofen verbringen.

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Auch solche Tage gibt es in Paraguay, allerdings währen sie nur wenige Tage und nicht ein halbes Jahr am Stück 😉

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