Reitbeteiligung

Dass Paraguay ein pferdeverrücktes Land ist, haben wir schon öfter beschrieben. Vor kurzem wanderte nun eine Familie, die wir schon seit einiger Zeit über unseren Blog kennen, nach Paraguay aus. Besonders die 12-jährige Mia, pferdeverrückt wie die meisten Mädchen in dem Alter, freute sich hier auf ein eigenes Pferd. Da die Familie jedoch noch zur Miete wohnt, kommt ein eigenes Pferd noch nicht in Frage. Wir hingegen haben mehr Pferde als wir zeitmäßig ihrem Alter entsprechend bewegen können. Also boten wir Mia eine Reitbeteiligung für Mimo an. Klar war sie „högscht erfreut“ und nun fahren sie ein-zweimal wöchentlich eine Stunde zu uns, damit Mia ihrer Leidenschaft frönen kann.

Erstes Kennenlernen

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen 🙂

Klappt doch schon ganz gut…

Auch das „Zwischenmenschliche/-tierische darf nicht zu kurz kommen

Wir sind mal gespannt, wie sich das Ganze entwickelt, demnächst steht der erste gemeinsame Ausritt an, vamos a ver…

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Lobi – Abschlußbericht :-)

Immer wenn wir in den letzten Wochen unseren Aldo fragten, wie es denn Lobi gehe, bekamen wir zur Antwort: „Todo bien!“ Da „todo bien“ in Paraguay alles Mögliche heißen kann, fuhren wir Aldo am Dienstag nach Hause. Lobi begrüßte uns wie immer mit einem Knurren, danach begutachteten wir seine Wunde. Es überraschte uns dann doch, wie gut die Wunde nur mit Zucker und etwas Antibiotika unter diesen Umständen verheilt war. Hier nun noch einmal die Bilder, um auf einen Blick die Fortschritte zu sehen…

vor der OP

direkt nach der OP

nach ca. 4 Wochen

nach 7 Wochen

Man sieht nur noch einen kleinen Schorf und Lobi ist wieder topfit.

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Senor Lindo

In Paraguay besteht die Altersabsicherung im Normalfall in der Großfamilie, allerdings gibt es auch Fälle, wie unser Nachbar Senor Lindo, der sich laut unserer Spanischlehrerin Dora vor Jahren mit seiner gesamten Sippe verkracht hat und nun mit 88 Jahren!!! alleine mit seinen Tieren auf dem Campo lebt.

Rüstig wie ein 60jähriger hat er noch einen kleinen Gemüsegarten und sprach uns irgendwann mal auf der Straße an und verkaufte uns ein paar Bohnen. Er lebt von seinem Gemüse, ein paar Hühnern und 3 Ziegen. Für seine Hühner reicht das, was er anbaut und da die Ziegen eh den ganzen Tag unterwegs sind und sich ihr Futter selber suchen, klappt der Alltag bei ihm noch ganz gut. Allerdings hat er auch 3 Hunde und denen bringen wir immer mal wieder eine Tüte voll Hundefutter vorbei. Als wir letzte Woche vorbeikamen, war Ziege Nummer 4 gerade mal 3 Tage alt.

Außerdem lagen schon wieder 3 Welpen im Hof herum und sollten die 3 wider Erwarten durchkommen, werden wir halt die Futterration erhöhen. Der alte Senor Lindo kennt es nicht anders, aber als Europäer geht es einem schon an die Nerven, wie hier mit Tieren umgegangen wird. Wir hoffen dass der alte Herr noch einige Jahre vor sich hat, denn mangels Alternativen sind seine Tiere für ihn seine Familie. Gestern stand er z.B. auf der Straße und wollte seinen Nachbarn besuchen, dabei wurde er von einer seiner Ziegen verfolgt und er erklärte ihr lautstark mit Händen und Füßen, dass sie nach Hause gehen solle. Wir beobachteten das Ganze einige Minuten und konnten uns des Eindrucks nicht erwehren, dass die Komunikation zwischen den beiden noch stark verbesserungswürdig ist. Irgendwann gingen die beiden dann halt zusammen zum Nachbarn ;-).

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Lobi – Teil 2

Da uns jetzt schon einige Blogleser nach Lobi gefragt haben – hier nun der 2. Teil! Allerdings müsst ihr dem armen Hund schon ein wenig Zeit lassen, damit seine riesige Wunde auch verheilen kann 😉

Nachdem wir die erste Woche nach Lobi´s OP täglich bei Aldo waren, um seine Wunde zu versorgen, fahren wir inzwischen nur noch einmal in der Woche hin, um die Fortschritte zu kontrollieren. Der ganzen Familie liegt viel an Lobi und da die OP für ihre Verhältnisse schweineteuer war, geben sie sich alle erdenkliche Mühe, um ja alles richtig zu machen. Sie leben aber nun mal campotypisch, d.h. es rennen z.B. die Hühner durchs Haus und somit ist hygienetechnisch gesehen seine Umgebung für eine schnelle Wundheilung eigentlich suboptimal 🙂 Da uns Lobi nur als „Quälgeister“ kennt, begrüßt er uns immer wenn er uns kommen hört mit einem tiefen Brummen und macht sich von dannen. Dann kann Aldo ihn nur halb ziehend, halb tragend aus dem Haus bugsieren.

@ Michaela: Das mit dem Zucker hat übrigens sehr gut funktioniert, aber Honig haben wir erst gar nicht ausprobiert, da er dort sicherlich vom Ungeziefer davongetragen worden wäre. Nach einer Woche hörten wir mit dem Zucker auf, seitdem bekommt er nur noch Antibiotika und nach der vorgestrigen Inspektion waren wir positiv überrascht, wie gut, trotz der mangelhaften hygienischen Verhältnisse die Wunde aussieht, bzw. wie stark sie sich schon verkleinert hat. Zum Vergleich hier mal 2 Bilder, eines direkt nach der OP, das andere von vorgestern, also genau 3 Wochen später.

Wie auf dem rechten Bild zu erkennen ist die Wunde fast komplett trocken, nicht entzündet und wir hoffen, dass in weiteren 3-4 Wochen die Sache komplett verheilt ist. Wir werden in einigen Wochen wieder von Lobi berichten, bis dahin muss sich der geneigte Leser (z.B. Michaela 😉 ) eben gedulden.

 

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Ja ist denn heut´schon Weihnachten???

Was Gebrauchsgüter des täglichen Lebens angeht, hat Paraguay in den letzten Jahren im Verhältnis zu Deutschland kräftig aufgeholt. Allerdings ist das Meiste überteuert und von minderer Qualität. Fast alles kommt aus China und da es in Paraguay weder TÜV, geschweige denn gesetzliche Garantieregelung gibt, sucht man qualitativ hochwertige Geräte oft vergebens. So kauften wir uns z.B. vor 4 Jahren einen Rasenmäher für umgerechnet 400€ und nach einem halben Jahr musste Thomas fast alle Verschraubungen erneuern, bzw. festschweißen. Da der Motor ein Brigg´s & Stratton ist funktioniert er noch tadellos, nur das Chassis pfeift aus dem letzten Loch. Auch unser hier gekauftes „Hauswasserwerk“ ist technisch gesehen aus dem letzten Jahrtausend, weshalb wir unser 10 Jahre altes, aus Deutschland mitgebrachtes Gardena Hauswasserwerk reaktivierten. Deshalb bestellten wir, als wir im letzten Mai in Deutschland waren, ein neues Hauswasserwerk und einen Rasenmäher mit Radantrieb. Beides war ca. 30% billiger und qualitativ hochwertiger, so dass der Anteil von 85€ an der Containerbeiladung für uns immer noch ein gutes Geschäft war. Da wir die ganzen Bestellungen über ebay direkt zur Adresse des Containerstellplatzes geschickt hatten, wußten wir nicht, ob und wie das Ganze geklappt hat. Groß war deshalb die Freude, als wir letzte Woche Bescheid erhielten, dass unsere Bestellungen in Paraguay angekommen waren.

Am selben Tag noch tauschten wir das alte gegen das neue Hauswasserwerk aus und da Thomas in weiser Vorraussicht einen Dichtungssatz für eben jenes mitgebracht hat, wird dieses demnächst überholt und hält dann bestimmt noch einmal 10 Jahre, zumal wir es ja nur als Ersatz brauchen.

Heute nun wurde der Rasenmäher betriebsbereit gemacht und die Freude war groß, als er sofort ansprang und Thomas gleich probemähte.

Da unser Aldo wie viele Campesinos nicht allzu viel mit Technik am Hut hat, jedoch für sein Leben gern mit Maschinen arbeitet, darf er nun mit unserem alten Mäher die Einfahrt, den Pferdehof und den Baumgarten so lange mähen, bis er den Geist aufgibt – äähhh der Mäher, nicht unser Aldo 🙂 Nun sind wir mal gespannt, wie sich die neue deutsche Technik bei unseren klimatischen Bedingungen hält…

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Lobi – Teil 1

Mit unseren vielen Viechern haben wir inzwischen fast eine kleine Apotheke in unserem Deposito. Gestern fragte uns dann Aldo, ob er sich unser Silberspray ausleihen könne, sein Hund hätte eine entzündete Verletzung. Da wir die Paraguayer inzwischen kennen, war uns klar, dass Aldo wegen einer kleinen Verletzung seines Hundes nichts unternehmen würde, also fuhren wir ihn nach Hause, um die „kleine Wunde“ selbst in Augenschein zu nehmen.

Das Ganze war ein faustgroßer eiternder, mit Maden gefüllter Tumor und so verfrachteten wir Aldo mit seinem „Lobi“ auf unsere Camioneta und fuhren zu Felipe und Silvia, unseren Tierärzten. Sie behielten Lobi gleich da und operierten ihn. Als wir Lobi heute abholten, sagte uns Felipe, dass der Tumor 250g gewogen hätte und sie 2 Stunden operiert hätten.

Sie mussten das Ganze, wie man auf dem nächsten Bild sieht, großflächig heraus schneiden und nun hat Lobi ein ca. 15 x 15cm großes, offenes Loch im Rücken, das, man höre und staune, 2x täglich komplett mit Zucker!!!!!!! gefüllt wird und laut Felipe sich in 1-2 Wochen komplett geschlossen haben sollte.

Das weiße Zeug in der Wunde ist normaler Haushaltszucker und wir beide können morgen und übermorgen je morgens und abends die Wunde frisch „zuckern“. Das Ganze hat komplett ca. 500.000 Gs. gekostet (ca. 75€). Aldo fragte uns dann auf der Heimfahrt wie lange er jetzt ohne Bezahlung für uns arbeiten müsse 🙂 Wir sagten ihm, wir verrechnen es mit seinem Weihnachtsgeld 😉 Da er nur tageweise bei uns arbeitet, müsste er 6 Wochen für die Operation schufften, also werden wir das Ganze unter gelebter Nachbarschaftshilfe verbuchen…

Die nächsten Tage werden wir regelmäßig Verbände wechseln und Spritzen geben, dann machen wir wieder Fotos und berichten weiter…

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Viecherbilder Teil 3 :-)

Die meisten unserer Freunde aus der alten Heimat haben auf die Hundebilder gewartet, da sie Naomi und Benson noch persönlich kennen. Vorweg, es geht allen super, Benson ist der Chef unseres Rudels und Naomi muss nun nicht mehr spazieren gehen und kann den ganzen Tag auf der Couch rumliegen – ihr Traum! Aber nun zu den Bildern:

Meine Naomi, inzwischen ist sie 11 Jahre alt und immer noch fit wie ein Turnschuh. Sie ist der absolute Katzenversteher und die einzige, mit der unser Amarillo abends auf der Couch schmust 🙂

Benson, Naomi´s Sohn, souveräner Chef der Hundegang und Thomas´Seelenhund. Er passt auf sein Grundstück und alle bei uns lebenden Vier- und Zweibeiner auf und verteidigt uns unter Umständen sogar gegen eine ganze Herde Rinder…

Dante ist ein wunderschöner Aussie, aber immerzu nervtötend lustig und gut drauf 😉 Unsere Katzen haben ihren Spaß mit ihm, da er bei Scheinangriffen auf dem Spaziergang immer so schön quiekt und rennt…

Smilla hat ihre Straßenkötergene nicht ganz ablegen können und sobald das Tor in die Freiheit offen ist, geht sie mal für 1-2 Stündchen die Nachbarschaft erkunden.

Stuhlkreis 😉

 

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Viecherbilder Teil 2 ;-)

Unsere nächsten Vierbeiner sind unsere Katzen, die bei uns im großen Familienverband mit uns und den Hunden leben. Morgens und abends auf unserem kurzen Spaziergang begleiten uns neben den Hunden oft auch die Katzen und dann sieht es ein bisschen so aus, als hätte die Arche Noah Ausgang… 🙂

„Amarillo“, der Chef des Katzenclans ist eine sehr starke Persönlichkeit und ein absoluter Schmuser. Er ist der Einzige, bei dem unsere Hunde immer und ausnahmslos spuren :-0

„Cully“ ist ein wenig autistisch und lässt sich nicht gerne streicheln, dafür ist sie immer dabei, wenn es an die Gartenarbeit geht.

„Knödelchen“, eigentlich Ulla (sie hört aber nur noch auf „Knödel“) war am Anfang für eine Katze extrem unsportlich, aber inzwischen klettert und springt sie überall hinauf. Außerdem ist sie sehr intelligent und kann „Mama“ und „Hunger!“ sagen 🙂

Der Jüngste im Bunde, „Schröder“ ist ein Rabauke und weder Wade noch Hund oder Möbel sind vor ihm sicher. Er kann aber auch hingebungsvoll schmusen und schnurrt am aller lautesten.

Morgen geht es weiter mit unseren Hunden…

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Viecherbilder Teil 1 ;-)

Auf Wunsch einiger Blogleser stellen wir nun ein „3-Tage-Viecher-Special“ ins Netz ein. Gewünscht wurden mal wieder aktuelle Bilder von unseren lieben Tierchen und so habe ich mich heute mit der Kamera auf die Lauer gelegt und folgende Bilder kamen dabei heraus…

Heute nun unsere Pferde, denen ich bei 30 Grad auf der Weide hinterher gerannt bin, damit sie sich wenigstens ein bisschen bewegen und nicht nur faul grasen…

Unser Senior „Amigo“, der trotz seines Alters noch ziemlich rüstig ist (geschätzt wurde er vom Capataz der Estancia Aventura auf über 30!)

Thomas´ „Guazu“, Chef unserer Herde, der immer den Dominanten heraushängen lassen muss 🙂

Mein „Dieken“, manchmal etwas hysterisch, aber immer sehr motiviert zu Arbeiten. Allerdings muss man auch stets etwas den Daumen drauf halten, damit er nicht zu übermütig wird.

Unser Jüngster „Mimo“, oft tollpatschig, obwohl er der absolut Schnellste der Vier ist, wenn er nicht grade stolpert… 🙁

Morgen folgen dann die nächsten Vierbeiner… 🙂

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