Neues Projekt

Nachdem wir nun 3 Jahre keine Bauarbeiter mehr auf unserem Grundstück hatten, wurde es uns langweilig und so beschlossen wir, einen Quincho zu bauen 🙂 Wenn hier in Paraguay der Wind aus Süd kommt, ist es schweinekalt und durch die Ausrichtung unseres Hauses kann er fast ungehindert über unsere Terrasse blasen. Also wollten wir nun eine Mauer zum Schutz bauen, eins kam zum anderen, die Mauer bekommt ein Dach, Fenster und Terrakottaboden. Nachdem wir auf dem hiesigen Stadtbauamt unseren Bauantrag in sechsfacher Ausfertigung abgegeben hatten, mehrere Stunden mit Architekt, Statiker und Umwelt- und Genderbeauftragtem*Innen konferiert hatten, bekamen wir unseren roten Punkt……… also Spaß beiseite, in Wirklichkeit zeichneten wir unseren Plan selber, besprachen uns letzte Woche kurz mit Ruben und seit gestern wird nun auf der Quinta Salitoka wieder gewerkelt.

Die Fundamente sind fertig und wir werden euch in der nächsten Zeit auf dem Laufenden halten, wie unsere Baustelle voranschreitet 😉

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Frohe Weihnachten

(Liebe Michaela, hoffentlich kannst du jetzt mehr erkennen, als eine ewig lange Buchstabenreihe…) 😉

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Vorweihnachtliches Backen

Jeder kennt den vorweihnachtlichen Trubel in der Küche, wenn Mama oder Oma Weihnachtsplätzchen backt und der Geruch einen sofort in Endjahresstimmung versetzt 😉 Vor ein paar Tagen erreichten uns auch Fotos von Katja´s Eltern, die gruselig kalte, weiße Landschaften zeigten… (einen Tag später war von dem Weiß aber wie immer nichts mehr übrig). Wir feiern dieses Jahr unser 5. Weihnachten in Paraguay und vermissen von all dem nichts! Allerdings backt auch Katja die Tage einige Leckereien, Muffins mit süßen Brombeeren aus dem eigenen Garten:

…oder Pferdeleckerlies aus Haferflocken und püriertem Obst:

Und da auch Thomas im Moment ständig den Rasen und die Wiesen mähen muss, weckt der Geruch eher sommerliche Gefühle und auch die Temperaturen sorgen nicht für die angemessene Weihnachtsstimmung:

Also haben wir hier wenig Hoffnung auf weiße Weihnachten, aber mit einem Caipirinha im Pool lässt sich es zwischen den Jahren doch auch ganz gut aushalten 🙂

Trotzdem wünschen wir euch allen frohe Festtage, wie und wo immer ihr sie dieses Jahr feiert!

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Rettung in letzter Sekunde

Wenn morgens der Tag erwacht und die Sonne aufgeht, ist auch für uns Zeit aus den Federn zu kriechen. In dieser frühen Stunde schwamm schon so einiges in unserem Pool , z.B. Vogelspinnen, Skorpione oder auch mal eine Fledermaus. Vor einigen Tagen entdeckten jedoch zuerst unsere Katzen einen neuen Freischwimmer und nur durch Zufall sah Katja, wie Knödelchen etwas aus dem Becken fischte und sich damit aus dem Staub machen wollte. Schnell nahm sie der Katze ihre Beute ab und hielt ein kleines, mausähnliches, triefnasses Tierchen in den Händen.

Die Schnauze sah jedoch etwas anders aus und der lange Schwanz wurde auch zum Greifen genutzt, also dachten wir uns, dies könnte ein junges Opossum sein. Kurz im Internet schlau gemacht (Opossums sind Allesfresser) richtete Katja dem Tierchen ein Terrarium und fütterte den kleinen Kerl mit etwas Milch aus der Spritze.

Als der Zwerg jedoch komplett getrocknet war, sah man, dass es sich nicht um ein Jungtier handelte und nun wurde wieder das Internet durchforstet… Laut Wikipedia saß in unserem provisorischen Terrarium ein ausgewachsenes Maus-Opossum.

Da jedoch für den folgenden Tag Regen angesagt war, ruhte sich der Kleine noch einen Tag in seinem Nobelhotel aus und erst am Abend setzten wir ihn, weit weg von unseren Katzen, in einem Wäldchen aus. So entging der kleine Kerl zuerst dem Tod durch Ertrinken und dann noch unserem Knödelchen… Wir hoffen, das bringt ihm Glück und er wird erst an Altersschwäche sterben 🙂

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Reitbeteiligung

Dass Paraguay ein pferdeverrücktes Land ist, haben wir schon öfter beschrieben. Vor kurzem wanderte nun eine Familie, die wir schon seit einiger Zeit über unseren Blog kennen, nach Paraguay aus. Besonders die 12-jährige Mia, pferdeverrückt wie die meisten Mädchen in dem Alter, freute sich hier auf ein eigenes Pferd. Da die Familie jedoch noch zur Miete wohnt, kommt ein eigenes Pferd noch nicht in Frage. Wir hingegen haben mehr Pferde als wir zeitmäßig ihrem Alter entsprechend bewegen können. Also boten wir Mia eine Reitbeteiligung für Mimo an. Klar war sie „högscht erfreut“ und nun fahren sie ein-zweimal wöchentlich eine Stunde zu uns, damit Mia ihrer Leidenschaft frönen kann.

Erstes Kennenlernen

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen 🙂

Klappt doch schon ganz gut…

Auch das „Zwischenmenschliche/-tierische darf nicht zu kurz kommen

Wir sind mal gespannt, wie sich das Ganze entwickelt, demnächst steht der erste gemeinsame Ausritt an, vamos a ver…

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Neue Seite

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Lobi – Abschlußbericht :-)

Immer wenn wir in den letzten Wochen unseren Aldo fragten, wie es denn Lobi gehe, bekamen wir zur Antwort: „Todo bien!“ Da „todo bien“ in Paraguay alles Mögliche heißen kann, fuhren wir Aldo am Dienstag nach Hause. Lobi begrüßte uns wie immer mit einem Knurren, danach begutachteten wir seine Wunde. Es überraschte uns dann doch, wie gut die Wunde nur mit Zucker und etwas Antibiotika unter diesen Umständen verheilt war. Hier nun noch einmal die Bilder, um auf einen Blick die Fortschritte zu sehen…

vor der OP

direkt nach der OP

nach ca. 4 Wochen

nach 7 Wochen

Man sieht nur noch einen kleinen Schorf und Lobi ist wieder topfit.

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Senor Lindo

In Paraguay besteht die Altersabsicherung im Normalfall in der Großfamilie, allerdings gibt es auch Fälle, wie unser Nachbar Senor Lindo, der sich laut unserer Spanischlehrerin Dora vor Jahren mit seiner gesamten Sippe verkracht hat und nun mit 88 Jahren!!! alleine mit seinen Tieren auf dem Campo lebt.

Rüstig wie ein 60jähriger hat er noch einen kleinen Gemüsegarten und sprach uns irgendwann mal auf der Straße an und verkaufte uns ein paar Bohnen. Er lebt von seinem Gemüse, ein paar Hühnern und 3 Ziegen. Für seine Hühner reicht das, was er anbaut und da die Ziegen eh den ganzen Tag unterwegs sind und sich ihr Futter selber suchen, klappt der Alltag bei ihm noch ganz gut. Allerdings hat er auch 3 Hunde und denen bringen wir immer mal wieder eine Tüte voll Hundefutter vorbei. Als wir letzte Woche vorbeikamen, war Ziege Nummer 4 gerade mal 3 Tage alt.

Außerdem lagen schon wieder 3 Welpen im Hof herum und sollten die 3 wider Erwarten durchkommen, werden wir halt die Futterration erhöhen. Der alte Senor Lindo kennt es nicht anders, aber als Europäer geht es einem schon an die Nerven, wie hier mit Tieren umgegangen wird. Wir hoffen dass der alte Herr noch einige Jahre vor sich hat, denn mangels Alternativen sind seine Tiere für ihn seine Familie. Gestern stand er z.B. auf der Straße und wollte seinen Nachbarn besuchen, dabei wurde er von einer seiner Ziegen verfolgt und er erklärte ihr lautstark mit Händen und Füßen, dass sie nach Hause gehen solle. Wir beobachteten das Ganze einige Minuten und konnten uns des Eindrucks nicht erwehren, dass die Komunikation zwischen den beiden noch stark verbesserungswürdig ist. Irgendwann gingen die beiden dann halt zusammen zum Nachbarn ;-).

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Lobi – Teil 2

Da uns jetzt schon einige Blogleser nach Lobi gefragt haben – hier nun der 2. Teil! Allerdings müsst ihr dem armen Hund schon ein wenig Zeit lassen, damit seine riesige Wunde auch verheilen kann 😉

Nachdem wir die erste Woche nach Lobi´s OP täglich bei Aldo waren, um seine Wunde zu versorgen, fahren wir inzwischen nur noch einmal in der Woche hin, um die Fortschritte zu kontrollieren. Der ganzen Familie liegt viel an Lobi und da die OP für ihre Verhältnisse schweineteuer war, geben sie sich alle erdenkliche Mühe, um ja alles richtig zu machen. Sie leben aber nun mal campotypisch, d.h. es rennen z.B. die Hühner durchs Haus und somit ist hygienetechnisch gesehen seine Umgebung für eine schnelle Wundheilung eigentlich suboptimal 🙂 Da uns Lobi nur als „Quälgeister“ kennt, begrüßt er uns immer wenn er uns kommen hört mit einem tiefen Brummen und macht sich von dannen. Dann kann Aldo ihn nur halb ziehend, halb tragend aus dem Haus bugsieren.

@ Michaela: Das mit dem Zucker hat übrigens sehr gut funktioniert, aber Honig haben wir erst gar nicht ausprobiert, da er dort sicherlich vom Ungeziefer davongetragen worden wäre. Nach einer Woche hörten wir mit dem Zucker auf, seitdem bekommt er nur noch Antibiotika und nach der vorgestrigen Inspektion waren wir positiv überrascht, wie gut, trotz der mangelhaften hygienischen Verhältnisse die Wunde aussieht, bzw. wie stark sie sich schon verkleinert hat. Zum Vergleich hier mal 2 Bilder, eines direkt nach der OP, das andere von vorgestern, also genau 3 Wochen später.

Wie auf dem rechten Bild zu erkennen ist die Wunde fast komplett trocken, nicht entzündet und wir hoffen, dass in weiteren 3-4 Wochen die Sache komplett verheilt ist. Wir werden in einigen Wochen wieder von Lobi berichten, bis dahin muss sich der geneigte Leser (z.B. Michaela 😉 ) eben gedulden.

 

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Ja ist denn heut´schon Weihnachten???

Was Gebrauchsgüter des täglichen Lebens angeht, hat Paraguay in den letzten Jahren im Verhältnis zu Deutschland kräftig aufgeholt. Allerdings ist das Meiste überteuert und von minderer Qualität. Fast alles kommt aus China und da es in Paraguay weder TÜV, geschweige denn gesetzliche Garantieregelung gibt, sucht man qualitativ hochwertige Geräte oft vergebens. So kauften wir uns z.B. vor 4 Jahren einen Rasenmäher für umgerechnet 400€ und nach einem halben Jahr musste Thomas fast alle Verschraubungen erneuern, bzw. festschweißen. Da der Motor ein Brigg´s & Stratton ist funktioniert er noch tadellos, nur das Chassis pfeift aus dem letzten Loch. Auch unser hier gekauftes „Hauswasserwerk“ ist technisch gesehen aus dem letzten Jahrtausend, weshalb wir unser 10 Jahre altes, aus Deutschland mitgebrachtes Gardena Hauswasserwerk reaktivierten. Deshalb bestellten wir, als wir im letzten Mai in Deutschland waren, ein neues Hauswasserwerk und einen Rasenmäher mit Radantrieb. Beides war ca. 30% billiger und qualitativ hochwertiger, so dass der Anteil von 85€ an der Containerbeiladung für uns immer noch ein gutes Geschäft war. Da wir die ganzen Bestellungen über ebay direkt zur Adresse des Containerstellplatzes geschickt hatten, wußten wir nicht, ob und wie das Ganze geklappt hat. Groß war deshalb die Freude, als wir letzte Woche Bescheid erhielten, dass unsere Bestellungen in Paraguay angekommen waren.

Am selben Tag noch tauschten wir das alte gegen das neue Hauswasserwerk aus und da Thomas in weiser Vorraussicht einen Dichtungssatz für eben jenes mitgebracht hat, wird dieses demnächst überholt und hält dann bestimmt noch einmal 10 Jahre, zumal wir es ja nur als Ersatz brauchen.

Heute nun wurde der Rasenmäher betriebsbereit gemacht und die Freude war groß, als er sofort ansprang und Thomas gleich probemähte.

Da unser Aldo wie viele Campesinos nicht allzu viel mit Technik am Hut hat, jedoch für sein Leben gern mit Maschinen arbeitet, darf er nun mit unserem alten Mäher die Einfahrt, den Pferdehof und den Baumgarten so lange mähen, bis er den Geist aufgibt – äähhh der Mäher, nicht unser Aldo 🙂 Nun sind wir mal gespannt, wie sich die neue deutsche Technik bei unseren klimatischen Bedingungen hält…

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