Ja ist denn heut´schon Weihnachten???

Was Gebrauchsgüter des täglichen Lebens angeht, hat Paraguay in den letzten Jahren im Verhältnis zu Deutschland kräftig aufgeholt. Allerdings ist das Meiste überteuert und von minderer Qualität. Fast alles kommt aus China und da es in Paraguay weder TÜV, geschweige denn gesetzliche Garantieregelung gibt, sucht man qualitativ hochwertige Geräte oft vergebens. So kauften wir uns z.B. vor 4 Jahren einen Rasenmäher für umgerechnet 400€ und nach einem halben Jahr musste Thomas fast alle Verschraubungen erneuern, bzw. festschweißen. Da der Motor ein Brigg´s & Stratton ist funktioniert er noch tadellos, nur das Chassis pfeift aus dem letzten Loch. Auch unser hier gekauftes „Hauswasserwerk“ ist technisch gesehen aus dem letzten Jahrtausend, weshalb wir unser 10 Jahre altes, aus Deutschland mitgebrachtes Gardena Hauswasserwerk reaktivierten. Deshalb bestellten wir, als wir im letzten Mai in Deutschland waren, ein neues Hauswasserwerk und einen Rasenmäher mit Radantrieb. Beides war ca. 30% billiger und qualitativ hochwertiger, so dass der Anteil von 85€ an der Containerbeiladung für uns immer noch ein gutes Geschäft war. Da wir die ganzen Bestellungen über ebay direkt zur Adresse des Containerstellplatzes geschickt hatten, wußten wir nicht, ob und wie das Ganze geklappt hat. Groß war deshalb die Freude, als wir letzte Woche Bescheid erhielten, dass unsere Bestellungen in Paraguay angekommen waren.

Am selben Tag noch tauschten wir das alte gegen das neue Hauswasserwerk aus und da Thomas in weiser Vorraussicht einen Dichtungssatz für eben jenes mitgebracht hat, wird dieses demnächst überholt und hält dann bestimmt noch einmal 10 Jahre, zumal wir es ja nur als Ersatz brauchen.

Heute nun wurde der Rasenmäher betriebsbereit gemacht und die Freude war groß, als er sofort ansprang und Thomas gleich probemähte.

Da unser Aldo wie viele Campesinos nicht allzu viel mit Technik am Hut hat, jedoch für sein Leben gern mit Maschinen arbeitet, darf er nun mit unserem alten Mäher die Einfahrt, den Pferdehof und den Baumgarten so lange mähen, bis er den Geist aufgibt – äähhh der Mäher, nicht unser Aldo 🙂 Nun sind wir mal gespannt, wie sich die neue deutsche Technik bei unseren klimatischen Bedingungen hält…

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Lobi – Teil 1

Mit unseren vielen Viechern haben wir inzwischen fast eine kleine Apotheke in unserem Deposito. Gestern fragte uns dann Aldo, ob er sich unser Silberspray ausleihen könne, sein Hund hätte eine entzündete Verletzung. Da wir die Paraguayer inzwischen kennen, war uns klar, dass Aldo wegen einer kleinen Verletzung seines Hundes nichts unternehmen würde, also fuhren wir ihn nach Hause, um die „kleine Wunde“ selbst in Augenschein zu nehmen.

Das Ganze war ein faustgroßer eiternder, mit Maden gefüllter Tumor und so verfrachteten wir Aldo mit seinem „Lobi“ auf unsere Camioneta und fuhren zu Felipe und Silvia, unseren Tierärzten. Sie behielten Lobi gleich da und operierten ihn. Als wir Lobi heute abholten, sagte uns Felipe, dass der Tumor 250g gewogen hätte und sie 2 Stunden operiert hätten.

Sie mussten das Ganze, wie man auf dem nächsten Bild sieht, großflächig heraus schneiden und nun hat Lobi ein ca. 15 x 15cm großes, offenes Loch im Rücken, das, man höre und staune, 2x täglich komplett mit Zucker!!!!!!! gefüllt wird und laut Felipe sich in 1-2 Wochen komplett geschlossen haben sollte.

Das weiße Zeug in der Wunde ist normaler Haushaltszucker und wir beide können morgen und übermorgen je morgens und abends die Wunde frisch „zuckern“. Das Ganze hat komplett ca. 500.000 Gs. gekostet (ca. 75€). Aldo fragte uns dann auf der Heimfahrt wie lange er jetzt ohne Bezahlung für uns arbeiten müsse 🙂 Wir sagten ihm, wir verrechnen es mit seinem Weihnachtsgeld 😉 Da er nur tageweise bei uns arbeitet, müsste er 6 Wochen für die Operation schufften, also werden wir das Ganze unter gelebter Nachbarschaftshilfe verbuchen…

Die nächsten Tage werden wir regelmäßig Verbände wechseln und Spritzen geben, dann machen wir wieder Fotos und berichten weiter…

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Viecherbilder Teil 3 :-)

Die meisten unserer Freunde aus der alten Heimat haben auf die Hundebilder gewartet, da sie Naomi und Benson noch persönlich kennen. Vorweg, es geht allen super, Benson ist der Chef unseres Rudels und Naomi muss nun nicht mehr spazieren gehen und kann den ganzen Tag auf der Couch rumliegen – ihr Traum! Aber nun zu den Bildern:

Meine Naomi, inzwischen ist sie 11 Jahre alt und immer noch fit wie ein Turnschuh. Sie ist der absolute Katzenversteher und die einzige, mit der unser Amarillo abends auf der Couch schmust 🙂

Benson, Naomi´s Sohn, souveräner Chef der Hundegang und Thomas´Seelenhund. Er passt auf sein Grundstück und alle bei uns lebenden Vier- und Zweibeiner auf und verteidigt uns unter Umständen sogar gegen eine ganze Herde Rinder…

Dante ist ein wunderschöner Aussie, aber immerzu nervtötend lustig und gut drauf 😉 Unsere Katzen haben ihren Spaß mit ihm, da er bei Scheinangriffen auf dem Spaziergang immer so schön quiekt und rennt…

Smilla hat ihre Straßenkötergene nicht ganz ablegen können und sobald das Tor in die Freiheit offen ist, geht sie mal für 1-2 Stündchen die Nachbarschaft erkunden.

Stuhlkreis 😉

 

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Viecherbilder Teil 2 ;-)

Unsere nächsten Vierbeiner sind unsere Katzen, die bei uns im großen Familienverband mit uns und den Hunden leben. Morgens und abends auf unserem kurzen Spaziergang begleiten uns neben den Hunden oft auch die Katzen und dann sieht es ein bisschen so aus, als hätte die Arche Noah Ausgang… 🙂

„Amarillo“, der Chef des Katzenclans ist eine sehr starke Persönlichkeit und ein absoluter Schmuser. Er ist der Einzige, bei dem unsere Hunde immer und ausnahmslos spuren :-0

„Cully“ ist ein wenig autistisch und lässt sich nicht gerne streicheln, dafür ist sie immer dabei, wenn es an die Gartenarbeit geht.

„Knödelchen“, eigentlich Ulla (sie hört aber nur noch auf „Knödel“) war am Anfang für eine Katze extrem unsportlich, aber inzwischen klettert und springt sie überall hinauf. Außerdem ist sie sehr intelligent und kann „Mama“ und „Hunger!“ sagen 🙂

Der Jüngste im Bunde, „Schröder“ ist ein Rabauke und weder Wade noch Hund oder Möbel sind vor ihm sicher. Er kann aber auch hingebungsvoll schmusen und schnurrt am aller lautesten.

Morgen geht es weiter mit unseren Hunden…

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Viecherbilder Teil 1 ;-)

Auf Wunsch einiger Blogleser stellen wir nun ein „3-Tage-Viecher-Special“ ins Netz ein. Gewünscht wurden mal wieder aktuelle Bilder von unseren lieben Tierchen und so habe ich mich heute mit der Kamera auf die Lauer gelegt und folgende Bilder kamen dabei heraus…

Heute nun unsere Pferde, denen ich bei 30 Grad auf der Weide hinterher gerannt bin, damit sie sich wenigstens ein bisschen bewegen und nicht nur faul grasen…

Unser Senior „Amigo“, der trotz seines Alters noch ziemlich rüstig ist (geschätzt wurde er vom Capataz der Estancia Aventura auf über 30!)

Thomas´ „Guazu“, Chef unserer Herde, der immer den Dominanten heraushängen lassen muss 🙂

Mein „Dieken“, manchmal etwas hysterisch, aber immer sehr motiviert zu Arbeiten. Allerdings muss man auch stets etwas den Daumen drauf halten, damit er nicht zu übermütig wird.

Unser Jüngster „Mimo“, oft tollpatschig, obwohl er der absolut Schnellste der Vier ist, wenn er nicht grade stolpert… 🙁

Morgen folgen dann die nächsten Vierbeiner… 🙂

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Gründe zu gehen – Unser Winterwetter

So lässt es sich aushalten 😉

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Wir können nicht die ganze Welt retten…

…aber im Rahmen unserer Möglichkeiten versuchen wir schon ein wenig zu helfen. Denn eins der Größten Ärgernisse für uns ist die Verantwortungslosigkeit der Paraguayer. Egal ob ohne Helm mit dem 14 Tage alten Baby unter dem Arm Moto fahren, Autos ohne Licht und Bremsen, Kühe unangebunden direkt neben der Ruta grasen lassen all dies ist hier Alltag. Das ist selten Boshaftigkeit, denn sie kennen es nicht anders. Eigentlich können wir ganz gut damit leben, nur wenn diese Verantwortungslosigkeit Tiere betrifft, geht es uns an die Nerven. So sahen wir z.B. einige Wochen lang täglich einen Straßenhund, der kein Fell mehr hatte und apathisch herum lag. Wir gaben ihm ein Breitband-Antiparasitario für umgerechnet 1,60€ und nach 14 Tagen sah er schon so aus:

Da er wie 80% aller Hunde hier auch Leishmaniose hat, bekommt er nun 3-4 Mal die Woche, wenn wir nach Caacupé fahren, eine Alopurinol-Tablette und eine ordentliche Portion Hundefutter. Das ziehen wir jetzt seit ca. 3 Monaten durch und das Ergebnis lässt sich durchaus sehen:

Seitdem haben wir immer unsere kleine Hausapotheke 🙂 mit Alopurinol und Antiparasitario und eine große Dose Hundefutter dabei. Es ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber mehr können wir nicht tun, ohne dass es uns zu sehr mitnehmen würde. Das ist eine der weniger schönen Seiten von Paraguay, aber wie oben bereits erwähnt, wir können nicht die ganze Welt retten.

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Grüne Tonne, gelber Sack, schwarze Tonne, usw.

Was uns bei unserem letzten Besuch in Deutschland sofort ins Auge fiel war der Umgang mit dem Müll. An den Kassen werden Plastiktüten verboten, nichtsdestotrotz wird jede Wurstscheibe einzeln in Plastik verschweißt und in den Hauseingängen braucht man inzwischen fast 10 qm für sämtliche umweltrelevanten Tonnen. Als wir noch in Deutschland lebten wurde unsere grüne 200l Restmülltonne vierzehntägig geleert und sie war meist randvoll. Hier in Paraguay ist Umweltschutz und Müllvermeidung noch ein Fremdwort, genau deshalb waren wir baff, als wir kürzlich mal ausprobierten, wieviel Müll wir hier tatsächlich haben. Karton und Papier werden im Ofen verbrannt, für Küchenabfälle haben wir einen Komposthaufen und Flaschen, bzw. Plastik werden hier von „Plastiksammlern“, die mit ihren Karren auf den Straßen unterwegs sind, gesammelt und für ein paar Guaranies zur Wiederverwertung verkauft. Als Rest blieb uns nach 12 Tagen genau das:

Diesen Müllsack nehmen wir mit nach Caacupé, wo es inzwischen Sammelcontainer gibt, die wöchentlich geleert werden, dann wird der ganze Müll nach Außerhalb auf eine große Mülldeponie gefahren.

In Deutschland Sondermüll, hier liegts auf der Straße…

Wenn wir dann lesen, dass Deutschland bis 2050 1,4 Billionen Euro aufwenden will um seinen CO2 Ausstoß von derzeit ca.2,3% der weltweiten Emission auf 1,8% desselbigen zu reduzieren, fassen wir uns an den Kopf. Das ist jährlich der dreifache paraguayische Staatshaushalt und wir fragen uns wieviel könnte man erreichen, wenn man dieses Geld an den richtigen Stellen einsetzt.

Übrigens: bei uns fahren noch Diesel aus den siebziger Jahren herum und wir vermuten schwer, dass es mit der Elektromobilität noch einige Jahrzehnte dauert, aber wir verlassen uns voll darauf, dass Deutschland bis dahin die Welt gerettet hat 🙂

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Gründe zu gehen

Wir werden immer wieder gefragt, was denn so die Gründe für unsere Auswanderung gewesen wären. Es ist eine Mischung aus vielem, ein Grund jedoch wird aus dem unten stehenden Artikel deutlich.

DIE UNVERSTÄNDLICHKEIT DER DINGE

Wusstet Ihr schon, dass Deutschland gute Chancen hat auf den Titel „Dümmstes Land & größtes Irrenhaus der Welt“?

Schließlich dingt es sich lauthals – und wohl als einziges Land der Welt – als kuscheliger Zufluchtsort für den kriminellen Bodensatz der Dritten Welt an:

Nachdem erst im April bekannt wurde, dass tausende Taliban – zur Erinnerung: das sind jene Terroristen, die seit Jahren aus Afghanistan die Hölle auf Erden bereiten – gute Chancen auf Asyl oder zumindest subsidären Schutz haben, wenn sie derartig abartige Verbrechen begangen haben, dass ihnen die Todesstrafe drohen könnte, scheint sich das „Modell“ unter afrikanischen und arabischen Verbrechern herumgesprochen zu haben, sodass sie munter ihre Taten ausplaudern – denn das erhöht ihre Aussicht auf ein Bleiberecht!

So berichtet „Report München“ aktuell von einem „Flüchtling“, der sich freimütig als Täter von fünf Morden an Studenten und unzähligen Vergewaltigungen outete und zur Belohnung in Deutschland bleiben darf. Denn im Heimatland droht ihm die Todesstrafe…

Selbstverständlich bleibt er auf freiem Fuß, denn eine Verurteilung hierzulande muss er – trotz umfassenden Geständnisses – nicht fürchten, denn „es gilt ja die Unschuldsvermutung, obwohl wir glauben das er die Wahrheit sagt“, so die Staatsanwaltschaft…

(Quelle: Paraguay Rundschau)

Natürlich ist der Artikel nicht in dem Ton geschrieben, der in Deutschland gewünscht wird, aber wir leben in einem Land indem ein solcher Artikel noch erscheinen kann, ohne dass er eine sofortige „Attacke gegen Rechts“ auslöst 😉

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Kälteeinbruch

Nun erleben wir hier in Paraguay schon den vierten Winter und hatten gestern zum ersten Mal Rauhreif. Laut unserem Außenthermometer hatten wir gestern morgen um 6:00 Uhr Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt :-), nämlich 0,9 Grad Celsius.

Nach einigen Jahrzehnten in Deutschland sind solche Temperaturen eigentlich nichts Ungewohntes, allerdings hatten wir in unserem Wohnzimmer trotz in Paraguay untypischer Isolation morgens nach dem Aufstehen nur knapp 15 Grad. Es wäre noch weitaus kälter gewesen, wenn wir abends nicht noch den Ofen randvoll gepackt hätten. An solchen Tagen fragen wir uns jedes Mal, wie unser Nachbar Aldo solche Temperaturen ohne jegliche Heizung überlebt.

Wie schnell hier alles paraguayisch wird, sahen wir an unserem deutschen Gardena-Hauswasserwerk und an unserem japanischen Mitsubishi, die beide morgens die Arbeit verweigerten, aber selbständig gegen 10:00 Uhr am vormittag, als es wärmer wurde, die Arbeit wieder aufnahmen 😉

Was aber am meisten an die Substanz geht, ist der ständige „Jahreszeitenwechsel“ im Winter, gestern noch Bodenfrost, sind für nächste Woche wieder durchgängig 32 Grad angesagt…

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